Informationen des Bürgermeisters vom 16.07.2010

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

auf Antrag hat die Stadt die Genehmigung erhalten, die Arbeiten am Geh- und Radweg in Richtung Dessau ab dem 15.07.2010 wieder fortsetzen zu können. Damit kann der Weg fertiggestellt und die Fördermittel, die nur bis 30.10.2010 zur Verfügung stehen, umgesetzt und abgerechnet werden. Der Beginn der Arbeiten wird zurzeit mit der Baufirma abgestimmt.

Mitte August erfolgt die Abnahme der Sanierung der ehemaligen Deponie des Magnesitwerkes. Anschließend wird die Zufahrtsstraße zur Euro-Schule durch die Grundstücksfonds Sachsen-Anhalt GmbH saniert.

In der Kantorstraße verlegen die Stadtwerke neue Trinkwasserleitungen. Wenn im nächsten Jahr mit der Straßenbaumaßnahme Burgstraße zwischen Poststraße und Elbstraße sowie Straßenbereich vor dem Rathaus auch hier neue Trinkwasserleitungen verlegt werden, ist dann das Trinkwassernetz der gesamten Altstadt erneuert. Zielstellung der Stadtwerke ist es, mit der Neuverlegungin Restbereichen der Stadt bis zum Jahr 2015 die gesamte Neuverlegung der Trinkwasserleitungen abzuschließen.

Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt hat die 5. Regionalisierte Bevölkerungsprognose 2008 (Basisjahr) - 2025 veröffentlicht.

Im Basisjahr 2008 hatte die Stadt Aken (Elbe) 8.564 Einwohner. Bis 2025 wird sich die Einwohnerzahl auf 6.661 verringern (-22,2 %). Der Anteil ausgewählter Altersgruppen soll sich nach dieser Prognose wie folgt entwickeln:

2008 2025
unter 20-Jährige 14,0 % 14,1 %
20- bis unter 65-Jährige 60,1 % 52,9 %
65 und älter 25,9 % 33,0 %

Zum Vergleich die Bevölkerungsentwicklung der Vergangenheit:

1971:      12.481 Einwohner

1981:      11.054 Einwohner

1990:      10.494 Einwohner

1995:      10.186 Einwohner

2000:        9.770 Einwohner

Der Einwohnerrückgang ist also nicht erst nach 1990 eingetreten. Die Stadt hat im Zeitraum von 1971 bis 1990 bereits rund 2.000 Einwohner verloren.

Die Einwohnerentwicklung in den nächsten Jahren wird zu weiterem Wohnungsleerstand führen. Wir werden also in den nächsten Jahren weitere Wohnblöcke abreißen müssen. Der Wohnblock Nr. 7 in Mennewitz mit 8 WE ist bereits leer und wird 2011 abgerissen. Für den Restblock Schrebergartenweg 51 (35 WE) sind Fördermittel im Programm Stadtumbau Ost beantragt. Sollte die Stadt mit Bescheid für das Programmjahr 2010 Fördermittel erhalten, könnte der Abriss für das Jahr 2013 geplant werden.

Die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2009 wurde dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld zur Prüfung übergeben. Die Erfolgsrechnung (Gewinn- und Verlustrechnung) schließt mit einem Überschuss von 210.520,79 € ab.

Innerhalb dieses positiven Ergebnisses wurde bereits Vorsorge für die Zukunft getroffen.

Es wurden Rückstellungen gebildet für

-eventuelle zurückzuzahlende Gewerbesteuern500.000,00 €

-die im Jahr 2011 besonders hoch ausfallende Kreisumlage100.000,00 €

-die Erstattung der überzahlten Allgemeinen Zuweisungen303.887,00 €.

Es bleibt zu hoffen, dass die Rückstellung für zurückzuzahlende Gewerbesteuern nicht ausgeschöpft werden muss.

Ihr Bürgermeister

Hansjochen Müller

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