Altstadt

Blick vom Wasserturm [(c): Kirsten Worms] ©Kirsten Worms

Die Altstadt wird geprägt durch mittelalterliche Stadtanlagen mit Toren und Türmen, einem parallel verlaufenden Straßennetz, typischen kleinen Schifferhäusern sowie verschiedenen, unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäusern. Die Stadt wurde planmäßig als regelmäßiges Viereck angelegt, die Straßen verlaufen gerade und schneiden sich im rechten Winkel zueinander. Zwei Hauptstraßen durchschneiden das Stadtgebiet. In ihrem Kreuzungspunkt liegt der Marktplatz. Dort, wo die beiden Hauptstraßen die Altstadt verlassen, befanden sich die Stadttore, jedes nach einer der vier Himmelsrichtungen weisend. Um die erste Anlage führte ein Erdwall, vor dem sich ein tiefer Graben zog. In den Jahren 1300 - 1330 entstand die Stadtmauer, die den bis zu diesem Zeitpunkt die Stadt schützenden Pfahlzaun ablöste, der durch Graben und Wälle die Stadt befestigte. Später wurden an allen 4 Toren Wehrtürme erbaut. Die vier Stadttore hatten eichene Torflügel (Türen), die im Sommer abends um 10 Uhr, im Winter um 9 Uhr geschlossen wurden. Wer nach dieser Zeit Einlass begehrte, konnte die Pforte nur gegen einen Dreier (Eintrittsgeld) passieren, Fuhrwerke hatten einen guten Groschen (15 Pfennig) zu zahlen. Der Torwart bewohnte ein für ihn erbautes Häuschen nahe am Tor. Das Innere der Tortürme diente meist als Gefängnis. Von der alten Stadtbefestigung sind noch große Teile der Mauer und drei der alten Tortürme gut erhalten.

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